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Vortrag von Prof. Dr. Horst Junginger; Moderation: Helmut Fink, Klaviermusik: Claus Gebert
Legt man den Homo-Mensura-Satz des antiken Philosophen Protagoras über den Menschen als Maß aller Dinge zugrunde, ist der Humanismus ohne Zweifel »gottlos«. Doch der Atheismus hat seine Tücken. Denn mit Gott verneint er etwas, an dem seine Existenz hängt. Dem Humanismus das Adjektiv »atheistisch« beizufügen, würde die negative Abhängigkeit von der Theologie als »Lehre von Gott« nur bestätigen. Der junge Marx hat deshalb Recht, wenn er den Atheismus als die letzte Stufe des Gottesglaubens bezeichnet: die Bejahung Gottes in der Form seiner Verneinung.
Infos: Kortizes