München liest – aus verbrannten Büchern

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Datum/Zeit
Date(s) - 10.05.2019
10:00 - 18:00

Veranstaltungsort
Königsplatz Königsplatz 1 80333 München


10. Mai 2019, am Königsplatz 10-18 Uhr

86 Jahre nach der Bücherverbrennung auf dem Königsplatz in München – am 10. Mai 2019 um 10 Uhr wird der Künstler Wolfram P. Kastner einen Brandfleck in den Rasen des Königsplatzes brennen (damit kein Gras über die Geschichte wächst) und von 11 – 18 Uhr eine Lesung „München liest – aus verbrannten Büchern“ moderieren.

Am 10. Mai 1933, wenige Wochen nach der Machtübergabe an die Nazis, beteiligten sich 50.000 Münchnerinnen und Münchner (großenteils Akademiker) an der Bücherverbrennung auf dem Königsplatz, die von Studenten der Münchner Universitäten und dem Rektor der LMU inszeniert wurde.
Verbrannt wurden Bücher von Autoren wie Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Sigmund Freud, Erich Kästner, Irmgard Keun, Heinrich Mann, Erich Mühsam, Erich Maria Remarque, Anna Seghers, Ernst Toller, Kurt Tucholsky, Arnold Zweig und Stefan Zweig.
Ab März 1933 wurden in Deutschland (in über 60 Städten) und später in den besetzten Ländern Bücher und Bibliotheken
verbrannt und vernichtet. Dem folgte die Vernichtung von Menschen und die Zerstörung von Städten und Ländern.
In München begann der Terrorakt gegen das angeblich „volkszersetzende Schrifttum“ mit einer pompösen
Auftaktveranstaltung im Lichthof der Münchner Universität am 10. Mai 1933.
Nach einem nächtlichen Fackelzug durch die Stadt wurde dann auf dem Königsplatz der Verbrennungsakt inszeniert,
die Bücher der „Reichsfeinde“ auf den Scheiterhaufen geworfen.
Viele der 1933 verbrannten Bücher sind bis heute weitgehend unbekannt.

Veranstalter:
Institut für Kunst und Forschung, München, Wolfram P. Kastner, Tel. 089 – 157 32 19
Mitveranstalter:
Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Landesverband Bayern; Bund für Geistesfreiheit; DGB Landesbezirk Bayern;
Evangelisch-Lutherisches Dekanat München; Evangelische Versöhnungskirche, Dachau; Kulturreferat und Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München;
Hochschule München; Institut für Deutsche Philologie/LMU; Münchner Kammerspiele; Münchner Volkshochschule;
Münchner Stadtbibliothek?; Oskar Maria Graf Gesellschaft; Stiftung Bayerische Gedenkstätten; Verband Deutscher Schriftsteller (VS); ver.di Bayern

Die ExzellenzUniversität TUM und die Universität München/LMU haben sich bisher nicht bereitgefunden, als Mitveranstalter die Lesung mitzutragen, obwohl beide Hochschulen 1933 die Bücherverbrennung organisierten.

weitere Informationen unter 089 – 157 32 19 (Wolfram P. Kastner)

Autor: admin@humanismusbayern

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